Atem und Resilienz trifft Leibmusik – Ein Leckerbissen der besonderen Art:

Simone Blank von Leibmusik: Helen, was hat Atem mit Resilienz zu tun?

Helen Priscilla Stutz von Atem und Resilienz: Unser Atem hat Zugang zu den sechs ursprünglichsten Verhaltensformen im Menschen. Wir haben durch unseren Atem die Möglichkeit, Kontakt zu bekommen zu diesen sechs archaischen Teilen, welche jeder, jede von uns zur Verfügung hat. Es sind die ursprünglich in uns angelegten Ressourcen, ein stets vorhandenes „inneres Team“. Und du, was macht Leibmusik?

Simone: Lass mich dazu Victor Hugo zitieren:„Musiktherapie drückt aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist.“ – Hier ein Beispiel aus der Praxis: Eine Klientin hat auf die Frage:“Wie geht es dir heute?“ eine Geige genommen und so schrille, tiefdringende, schräge und schmerzhafte Töne erzeugt, dass ich sofort gespürt habe, wie es ihr geht, aber keine Worte hätten es so präzise beschreiben können.

Helen: Da stellt sich mir sofort die Frage: Welcher Teil von der Frau hat die Geige gespielt? Und – noch viel interessanter: welcher Teil der Frau hat das Instrument, die Geige zu stimmen, sie in Harmonie zu bringen?
Simone, sag, wenn wir zusammen ein Seminar anbieten würden, müssten die Leute Geige spielen können?

Simone (lacht): Nein, niemand muss ein Instrument spielen oder singen können, man muss nicht mal musikalisch sein. Es gibt kein richtig oder falsch. Es geht um ein kreatives Musikerleben, sich einlassen, vertrauen, experimentieren, erfahren, neugierig sein, laut und leise, ohne „müssen“, einfach „sein“ und soo vieles mehr, was Musik mit dir macht.

Helen: Das heisst, wir könnten das „innere Team“ wie ein Orchester aufstellen, um nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören, wie es aufgestellt ist? Wir könnten sehen und hören: Wie spielt es zusammen? Wo sind noch ungenutzte Ressourcen-Klänge? Welches Instrument drängt sich in den Vordergrund? Welches wird kaum gehört? Welches muss eventuell gestimmt werden? Und last but not least: Wer dirigiert dieses Orchester?

Simone: Ja, Musik kann es dir erleichtern, auf eine andere Ebene zu gehen, raus aus der üblichen Art der Kommunikation in die Welt der Klänge und des Tönens. Du kannst fühlen, was in dir klingt und singt.

Helen: Diese Idee gefällt mir sehr gut – lass uns das tun!

Wann: Freitag 06.11. – Sonntag 08.11.2020
Wo: Sonneggstrasse 82, CH-8006 Zürich
Kosten: sFr. 390.00
Anmeldung an: helen.stutz@bluewin.ch