Wie wir Resilienz verstehen
und - was sagt unser Atem dazu

Resilience, engl. = elastische Widerstandskraft

Wir Menschen kommen mit unterschiedlichen Anlagen auf die Welt und werden von unserem Umfeld geprägt. Wir wachsen unter mehr oder weniger guten Bedingungen auf und machen so unsere eigenen Erfahrungen. Manche von uns sind hoch sensibel, andere gehen eher unaufmerksam durchs Leben. All das ergibt unsere ureigene Mischung, die unser Wesen bestimmt.

Ähnlich wie die HerzRatenVariabilität (HRV) gibt unser Atem Auskunft über unsere Elastizität im Umgang mit dem Leben. Wir atmen schnell, wenn wir rennen, kurz, wenn wir z.B. Angst haben, tief und lang, wenn wir entspannt ruhen. Ein gesunder Atem passt sich der Situation an, er zeigt sich widerstandsfähig = resilient, kommt auch nach grosser Herausforderung wieder zur Ruhe und in die Tiefe.

Im Idealfall lernen wir, wie wir mit Krisen und Schicksalsschlägen umgehen können, ohne dass sie uns völlig aus der Bahn werfen. Wir entwickeln Strategien, wie wir mit Gefühlen wie Trauer, Wut, Unsicherheit oder traumatischen Erlebnissen umgehen können. Dazu müssen wir uns «Werkzeuge» wie Geduld, Toleranz oder Grosszügigkeit aneignen. All das macht uns resilient. Das heisst, wenn uns etwas aus der Bahn wirft, haben wir Zugang zu unseren Ressourcen, richten uns wieder auf und gehen weiter, ohne seelischen Schaden erlitten zu haben.
Welter Enderlin formuliert es so: "Resilienz - Gedeihen trotz widriger Umstände".

Resiliente Menschen besitzen eine seelische Elastizität, lernen durch Krisen und sind so in  der Lage, gesund und belastbar durchs Leben zu gehen. Ihre Atmung passt sich ganz selbstverständlich der Situation an. Für weniger resiliente Menschen ist das Leben anstrengender, sie fühlen sich dem Leben ausgeliefert und ohnmächtig, drohen an den Herausforderungen des Lebens zu zerbrechen, brauchen vielleicht sogar Rauschmittel, um mit ihren Gefühlen zurecht zu kommen. Die Atmung bleibt oft oberflächlich, es fällt schwer durchzuatmen, aufzuatmen, leicht zu atmen.

Was uns resilient macht ist sehr unterschiedlich. Oft hilft starker Zusammenhalt und Unterstützung vom Umfeld, Orientierung an verlässlichen Werten (shared values). Was es auf jeden Fall braucht, ist das Wissen und die Erkenntnis über die eigenen Verhaltensmuster und Ressourcen. Es geht darum, Herausforderungen und Probleme anzuerkennen, sie einzuordnen, sie zu verarbeiten, darauf reagieren zu können, um so gestärkt aus jeder Krise hervortreten zu können – um eine Lebenserfahrung reicher. Dabei hilft uns unser Atem als Achtsamkeits-Trainer. Als verlässlicher Indikator gibt er uns Auskunft darüber, wie es uns gerade in dem Moment geht und was wir möglicherweise brauchen.

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Auf dass Sie gesund bleiben, der Atem elastisch schwingt und das Leben Freude macht!